Lichtenbergs Orte

Im 18. Jahrhundert wurde die kleine Stadt Göttingen zu einem Knotenpunkt der europäischen Aufklärung. Durch die Universität seit 1734/37 systematisch angeworben und die königliche Sozietät der Wissenschaften (1751) angezogen, widmeten sich Forscher wie der Schweizer Mediziner und Botaniker Albrecht von Haller (1708-1777), der Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) oder der Physiker und Mathematiker Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) den brennenden Fragen ihrer Zeit.

Göttingen Stadtplan final

Lichtenberg eine Biografie Lichtenbergs Wohnhaus Die Universität Die Physiognomie-Debatte Lichtenberg und England Der Bartholomäus-Friedhof

Ein Stadtplan Göttingens, um 1747. Klicken Sie auf die einzelnen Nummern, um zu unseren Artikeln zu Lichtenbergs Orten zu gelangen. (Bild: Städtisches Museum Göttingen) Hinweis für Nutzer mobiler Endgeräte: Bitte benutzen Sie die Links am Ende dieses Artikels.

Die Debatten der Aufklärer über den Menschen, das Weltall, die Elektrizität oder die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, aus Gesichts- und Schädelformen Menschen und die Welt zu erkennen, spannten einen europäischen und globalen Wissensraum auf, der sich in Göttingen an einzelnen Orten materialisierte.

Lichtenbergs Orte, das waren in Göttingen vor allem die Universität und die Akademie. Räumlich waren sie auf wenige Straßen und Gebäude begrenzt. Nicht weit davon sein Wohnhaus, das – den Gewohnheiten der Zeit entsprechend – als Vorlesungs- und Experimentierraum zugleich diente.

Zwar verbrachte Lichtenberg mit wenigen Unterbrechungen 36 Jahre seines Lebens in Göttingen. Aber neben der Universitätsstadt spielte England, vor allem die Metropole London, für den sensiblen, literarisch begabten, scharfzüngigen und an der Kunst seiner Zeit interessierten Wissenschaftler eine wichtige Rolle.

Einen vertrauten, häufig besuchten, wenn auch physisch nicht eindeutig bestimmbaren Raum betrat Lichtenberg mit seinen publizistischen Beiträgen zu den Debatten seiner Zeit, sei es der Streit mit dem Schweizer Johann Casper Lavater (1741-1801) über die Physiognomie und Religion, sei es die Kontroverse über das Sonnenbaden.

Schließlich wurde 1983 ein von Lichtenberg nicht selbst gewählter Ort, der Bartholomäusfriedhof – genauer Lichtenbergs Körper – durch Exhumierung des Gelehrten zu einem zweifelhaften Wissensort erklärt, der weitere Aufschlüsse über die Physis des Wissenschaftlers liefern sollte.

Auf den folgenden Seiten werden einige von Lichtenbergs Orten, in Göttingen und außerhalb vorgestellt.
Wir möchten damit das Interesse an dem „größten Zwerg“ (Peter Schanz) und seinem (Göttinger) Universum wecken.

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